Wir über uns

Die "Stiftelsen Folldal Gruver" (SFG) ist eine von nur wenigen Stätten technisch-kulturellen Erbes in ganz Norwegen und bietet Sehenswertes, spannende Erlebnisse und Aktivitäten.

Derzeit ist ein umfangreiches Restaurierungsprogramm im Gange, und im Laufe der letzten Jahre wurden einige der Gebäude in ihrer einstigen Pracht wiederhergestellt. Parallel zu den Restaurierungsarbeiten sind auch die Entwicklung des Museums und das Besucherzentrum der Nationalparks wichtige Schwerpunktbereiche.

Die SFG ist eine im Jahr 1988 von der Gemeinde Folldal gegründete Treuhand. Ihre Hauptaufgaben bestehen in der Überwachung der fortlaufenden Restaurierung von Maschinen, Gebäuden und Ausrüstungen des einstigen Grubenbetriebs.

Die einstige Bergbaugemeinde besteht aus 70 Häusern, darunter den einfachen Wohnsiedlungen der "gemeinen" Arbeiter sowie der luxuriösen Residenz des Direktors. Die Klassenunterschiede in der Gemeinde zu jener Zeit sind sehr offensichtlich. Weitere Gebäude, wie gut erhaltene Produktionsanlagen, Werkstätten, Büros, eine Bäckerei u.a. sind ebenfalls intakt.

Gesamtansicht einiger der Produktionsgebäude, der einfachen Arbeiterbehausungen und der Zufahrtstraße zur Grube Folldal und Gruvekroa.

Sehenswertes

Zu den wichtigsten Attraktionen der Grube Folldal gehören der Stollen 1 und die Gebäude der einstigen Bergbaugemeinde. Der Stollen 1 ist eine Grube aus dem 18. Jahrhundert. Eine Bahn fährt die Besucher 600 m tief in den Stollen, bis in die "Worms Hall" ein. Die Führungen beinhalten auch eine Besichtigung dieses Raumes; dieser spannende Ort ist auch ein idealer Ort für Konzerte, Feiern, andere Veranstaltungen und Events.

Neben der Besichtigung der Grube, des Museums und anderer Ausstellungen kann der Besucher auch eine köstliche Mahlzeit im Gruvekroa probieren und in dem alten Arbeiterhaus "Rallarstua" oder in der Villa des Direktors übernachten.

Kurzer geschichtlicher Überblick über den Bergbau....

Die Geschichte des Bergbaus in Folldal begann im Jahre 1745, als ein Mann namens Ole Husum Erz entdeckte. 1748 wurde eine Lizenz zum Abbau gewährt, und der Betrieb der Grube Folldal wurde aufgenommen. Zu jener Zeit nannte die Gesellschaft sich Fredrik Gaves Verk. Die erste Periode des Bergbaus dauerte bis 1878; dann wurde der Betrieb eingestellt, und das Grubengelände lag bis 1906 still. Doch mit dieser Situation war ein Ingenieur namens Worm Lund nicht einverstanden, und so ließ er neue Pläne der Grube zeichnen. Dank finanzieller Unterstützung aus Großbritannien gründete er die Gesellschaft "The Foldal Copper & Sulpher Co. Ltd.", deren Geschäftsführung er selbst übernahm. In der Folgezeit erlebte die Gesellschaft eine Zeit der enormen Expansion und Entwicklung. Es wurden ein Kraftwerk, eine Seilbahn nach Alvdal, Behausungen für die Arbeiter, Werkstätten und Produktionseinrichtungen gebaut; die meisten davon sind noch intakt. Dieses war der Beginn eines neuen " Goldenen Zeitalters". Im Jahre 1938 wurde die Gesellschaft dann von norwegischen Eigentümern übernommen, doch schon 1941 war kein abbaubares Erz mehr in der Hauptgrube vorhanden; so wurde sie geschlossen.

Erz ist eine Sammelbezeichnung: In der Grube Folldal wurden die Mineralien Kupfer, Zink und Schwefel abgebaut. Die Einrichtungen für den Anreicherungsprozess sind noch intakt und auf dem Gelände vorhanden.

Nach der Schließung der Hauptgrube wurde der Betrieb in anderen Gruben in Folldal dennoch weiter aufrechterhalten. Von diesen wurde das Erz mit der Seilbahn zu den Anreicherungsanlagen bei der Hauptgrube transportiert. Nach der Trennung der Mineralien wurden diese mit der Seilbahn an den Bahnhof Alvdal zum Weitertransport transportiert.

Im Jahr 1968 wurde die gesamte Bergbautätigkeit in die Grube Tverrfjellet, einen neuen Standort bei Hjerkinn, verlagert, und der Produktionsprozess wurde nach und nach wiederaufgenommen. Dieses war ein moderner Standort mit zahlreichen Einrichtungen. Doch schließlich wurde der Bergbau auch hier im Jahre 1993 eingestellt.

Vom Dorf zur Industriegemeinde

Ab dem 18. Jahrhundert spielte die Bergbauindustrie eine bedeutende Rolle in der Entwicklung von Folldal und den umliegenden Dörfern. Zu den Zeiten als die Grube in Betrieb war, boten der Erzabbau und die damit verbundenen Dienstleistungen zahlreiche Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung.

Im Jahr 1711, bevor der Bergbau in Folldal begann, hatte das Dorf 94 Einwohner; bis 1762 war die Zahl auf 470 angestiegen.
Doch der rapideste Bevölkerungszuwachs war mit der Wiederaufnahme des Grubenbetriebs im frühen 20. Jahrhundert zu verzeichnen: damit war die Bevölkerung des Ortes von 1.326 Einwohnern im Jahr 1900 auf 2265 im Jahr 1910 angestiegen!

Die Gebäude, die errichtet wurden, als der Bergbaubetrieb im Jahr 1906 wiederaufgenommen wurde, sind heute noch vorhanden. Diese Bausubstanz wurde größtenteils erhalten.

In der Grube konnten bis zu 550 Personen angestellt sein, und in den kleinen Behausungen von nicht mehr als 20-40 m2 lebten oft Familien mit 8 - 10 Personen. Diese Häuser sind auch heute noch bewohnt; sie wurden jedoch erweitert und modernisiert.

Grube Folldal:

Hauptgrube:
1748 - 1878 und 1906 - 1941
14 Ebenen, ca. 700 m tief
Erzabbau: 1,5 Millionen Tonnen

Grube Søndre Geitryggen:
Von ca. 1760 bis 1963, periodenweise in Betrieb
Erzabbau: ca. 330.000 Tonnen

Grube Grev Moltke oder Nygruva:
1783 - 1952, periodenweise in Betrieb
Erzabbau: ca. 220.000 Tonnen

Grimsdalsgruva:
Von 1780 bis 1950s, periodenweise in Betrieb
Erzabbau: nicht genau nachweisbar, doch in der Zeit zwischen 1907 und 1919 wurden jährlich 230 Tonnen abgebaut.
Dieses weist auf eine Kombination von Produktions- und Probebetrieb hin.

Nordre Geitryggen:
1935 - 1970
Erzabbau: ca. 1,95 Millionen Tonnen

Tverrfjellet:
1968 - 1993
Erzabbau: ca. 15 Millionen Tonnen, mit einer jährlichen Produktion von über 690.000 Tonnen

Taubana fra Geitryggen 1952
Taubana fra Geitryggen 1952
Hus 16 og heistårnet 1932
Hus 16 og heistårnet 1932
Fordring på nivå 4. Tidspunkt 1910 – 1930
Fordring på nivå 4. Tidspunkt 1910 – 1930
Familie på Verket, brakke 17.
Familie på Verket, brakke 17.
Kiskjøring med hest 1910. Fotograf: A.R. Brostrup
Kiskjøring med hest 1910. Fotograf: A.R. Brostrup
Utlastinga. Fra her gikk taubana til Alvdal
Utlastinga. Fra her gikk taubana til Alvdal